Das Singleleben mit Humor nehmen?

Das Singleleben mit Humor nehmen„…….Man sollte das Singleleben locker, lustig und mit viel Humor nehmen hatte man mir mal gesagt.

Als eine Gelegenheit mit seinen Gedanken und Gefühlen mal alleine zu sein und in Einklang zu kommen. Um eine Art Selbstfindungsphase einleiten zu können.

Ganz locker und lustig den Alltag vor sich hin schleifen lassen.

Zunächst habe ich mir nicht viel dabei gedacht. Und habe es mir in der Tat irgendwie lustig vorgestellt.

In der ersten Zeit ist es das auch. Man wird nicht genervt mit irgendwelchen Dingen, auf die man im Moment überhaupt keinen Bock hat.

Sei es das der Partner gerade eine saubere Wohnung haben möchte und man selber dies bewerkstelligen darf. Oder der Satz “Ich habe Hunger” reicht schon und das gegenüber darf den Herd anschmeissen. Auch ” Schatzi, der Müll muss runter” reicht schon um wieder einmal das Partnerleben arg zu strapazieren und einen kleinen ”Ehestreit” auzulösen. Alles das entfällt beim “lustigen Singleleben”……“


Jeder Single macht eine Selbstfindungsphase durch

Jeder Single macht eine Selbstfindungsphase durch„……Selbstfindungsphase fand ich in dem Moment, als Single besonders interessant. Ich soll also anstatt verzweifelt nach einem Partner zu suchen, lieber mich selbst finden.

Kein Problem, dachte ich mir. Hier bin ich! In voller Pracht! Und der Partner erübrigt sich bei näherer Betrachtung genauso. Da man sich genauso gut auch selbst auf die Nerven gehen kann.

Also beschloss ich die neue Beziehung mit mir selbst voll und ganz anzugehen. Ich setzte mich eines Abends vor den Fernseher, als wieder einmal eine dieser Schnulzen im Fernsehen lief und zwang mich, obwohl ich es gar nicht wollte, den Film bis zum Schluss anzusehen.

Da ich aber wusste, dass ich den Film nur aus diesem Grund sehe und er mir überhaupt nicht gefällt, warf ich mir selbst vor, anderen Dingen gegenüber nicht offen genug zu sein. Das habe ich natürlich sofort bestritten und versuchte für die Handlung (dieses wirklich langweiligen Films) Interesse zu heucheln. Doch das hatte keinen Zweck. Ich wusste, dass ich log.

So hatte ich bereits am ersten Abend meiner Solobeziehung den ersten großen Streit. Und das Ganze hatte für mich kein gutes Ende genommen. Denn jedes Mal wusste ich genau was ich wirklich meinte und hatte stets ein passendes Gegenargument parat.

Die Situation hatte sich so weit verfahren, dass ich erstmal einstimmig beschloss nicht mehr mit mir zu reden und schlafen ging. Als Single kann man das einfach so und hört sich nicht den Spruch an ” Was Du gehst schon ins Bett”. Am nächsten Morgen aufgewacht, redete ich immer noch nicht mit mir. Woraufhin mich diese Sturheit so dermaßen aufregte, dass ich mich anzog und aus der Wohnung flüchtete.

Damit das Ganze nicht so eingeschnappt und nachtragend rüberkommt, habe ich behauptet Zigaretten holen zu gehen. Der Spruch mit dem Zigarettenholen hatte bei mir allerdings nicht gezogen. Ich wusste nämlich mal wieder, dass ich log.

Als ich nach Hause zurückkam, in der Hoffnung dass ich mich beruhigt hatte, war alles einigermaßen wieder in Ordnung. Ich war sogar so kooperativ mir Frühstück zu machen und nicht mehr über den gestrigen Abend zu reden. Ein paar Tage später lief wieder so eine Schnulze im Fernsehen (Casablanca o.ä.) und ich wusste diesmal genau dass ich die Situation nicht wieder eskalieren lassen durfte. Also verzichtete ich freiwillig auf den Blockbuster mit Bruce Willis und sah mir ohne zu Zwinkern den über 3-stündigen Liebesschinken an.

Ich hatte nämlich mittlerweile gelernt, wie ich Konfrontationen mit mir am besten aus dem Weg gehe.

Ein Singleleben ist gar nicht so lustig wie manch einer sich vielleicht vorstellt. Wenn ich näher darüber nachdenke, ist es sogar viel komplizierter als eine Dualbeziehung. Denn da weiß der andere wenigstens nur einen Bruchteil von dem, was man sich den lieben langen Tag so über seinen Partner denkt…“

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